Veränderung braucht Zeit – auch wenn wir schon längst bereit sind

Simon Koller - Kollerboration - Organistaionsentwicklung - Veränderung - Bild Leuchtreklame mit CHange

Wir sprechen über Veränderungen, entwickeln Visionen, schmieden Pläne und überlegen uns, wie wir Menschen bestmöglich mitnehmen können. Und dann wundern wir uns manchmal, warum die Begeisterung nicht sofort überspringt.

Dabei vergessen wir etwas Entscheidendes: Wir selbst beschäftigen uns oft schon Wochen oder Monate mit einer Veränderung, bevor andere überhaupt davon erfahren.

Wir haben nachgedacht, diskutiert, abgewogen und uns innerlich bereits auf den Weg gemacht. Für unsere Mitarbeiter beginnt diese Reise möglicherweise erst mit dem ersten Gespräch.

Wir sind gedanklich schon unterwegs – und erwarten, dass alle anderen sofort mitgehen.

Für mich ist das ein wesentlicher Punkt in der Organisationsentwicklung. Veränderung bedeutet nicht nur, neue Strukturen oder Prozesse einzuführen. Menschen müssen verstehen können, was passiert, was es für sie bedeutet und welchen Platz sie in der neuen Situation finden.

Dafür braucht es Zeit, ehrliche Kommunikation und Raum für Fragen. Auch für kritische Fragen, Unsicherheit und unterschiedliche Reaktionen.

Führung bedeutet für mich, diesen Weg nicht nur vorzugeben, sondern Menschen dabei zu begleiten. Und manchmal heißt das auch, einen Schritt langsamer zu gehen, damit am Ende mehr Menschen gemeinsam ans Ziel kommen.


💚 Fazit: Nachhaltige Veränderung entsteht nicht dadurch, dass alle möglichst schnell mitlaufen. Sie entsteht, wenn Menschen die Möglichkeit bekommen, den Weg zu verstehen, ihren Platz darin zu finden und ihn aktiv mitzugestalten.

Weiter
Weiter

Gute Führung erkennt man nicht am Modell